5 Techniken mit denen Deine Facebook Posts kreativer werden

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Manchmal gibt es einfach diese Tage, an denen man keine kreative Idee für einen Facebook Post hat. Passiert es einmal, fällt das nicht auf. Passiert das immer wieder, wird die mühevoll angelegte Seite immer schlechter gesehen. Ich habe Dir 5 Techniken aus meinem Agentur-Alltag bei sandra-staub.de mitgebracht, die ich auch selbst mit meinem Team einsetze.

Wichtig: Du kannst die Techniken sowohl für Dein privates Profil als auch für Deine Unternehmensseite verwenden.

1. Die Neuigkeiten der Anderen

Ich verbringe pro Tag sicher 2 Stunden nur mit Lesen. Damit meine ich aber nicht Romane und Bücher, sondern Nachrichten aus Gebieten, die mich interessieren. Diese Nachrichten inspirieren mich, um selbst Neuigkeiten zu formen und neue Blickwinkel zu bekommen.

Das funktioniert bei mir so:

Ich habe es mir zur Angewohnheit gemacht 3-5 Online-Medien wie Zeitungen, Magazine und Blogs jeden Morgen digital zu überfliegen. Auf der Homepage wohlgemerkt. Nicht auf Facebook- und Twitter-Seiten.

Dabei achte ich auf Schlagzeilen aus meinen Fachbereichen. Natürlich kommen mir dann auch andere, spannende News unter die Augen. Aber schon beim Überfliegen denke ich mir immer: Würde das meine Fans interessieren? Haben meine Freunde schon davon gehört?

Anfangs dachte ich: Es steht öffentlich im Internet. Klar weiß das jeder. 

Aber das stimmt nicht. 

Denn nicht alle Menschen sehen mit der gleichen Frage im Kopf über die Schlagzeilen.

Habe ich hier eine Neuigkeit gefunden, die meine Fans interessieren könnte, kopiere ich mir den www-Link und gehe zu meiner Facebook Seite. Dort schreibe ich kurz, was mir zu der Schlagzeile durch den Kopf ging. Oft stelle ich eine Frage voran, um klar zu machen, warum man darüber nachdenken sollte.

Ein Beispiel findest Du hier.

Du siehst schon, der eigene Aspekt, der beim Link dabei steht, ist wichtig. Zudem sollte der Link immer zum Thema der Seite passen.

Hin und wieder nutze ich auch Interessenlisten bei Facebook, um Neuigkeiten zu finden. Das sind selbst angelegte Listen zu einem Thema von mehreren Blogs, Zeitschriften, Zeitungen und privaten Profilen, die ich  für mich zusammenfasse.

Unter https://www.facebook.com/bookmarks/interests kannst Du Dir auch solche Interessenlisten zusammenstellen. Es geht ganz einfach mit einem Fragebogen und schon kannst Du das Feature nutzen.

Immer öfter muss ich aber auch Zeit sparen und nutze den ContentCaptain um durch wichtige News zu sehen. Dort habe ich auch meine wichtigsten Magazine zusammengefasst und kann diese inklusive Kommentar dann direkt auf Facebook einstellen.


2. Thementage

Diese Technik nutze ich aktuell bei einigen Kunden, um mehr Struktur und gleichzeitig mehr Ideen von unterschiedlichsten Mitarbeitern in die Facebook Seiten zu spülen. Bei der Planung der Posts denken wir in festen Thementagen. Das hilft vielen, um nicht einen großen Berg vor sich zu sehen, den sie füllen müssen. Es wird dank der zusätzlichen Regeln einfacher, einen passenden Post zu schreiben.

Ein Beispiel:

  • Montag ist Videotag. Wir suchen ein Video in Facebook oder in YouTube, das zum Unternehmensthema passt oder lustig ist. Auch hier kommt natürlich über dem Video ein kleiner Text rein, der erklärt, warum wir dieses Video zeigen.
  • Dienstag wird ein spannender Link gepostet. (Siehe Punkt 1)
  • Mittwoch kommt was Motivierendes mit Tschakka.
  • Donnerstag kommt ein neuer Blogbeitrag vom eigenen Blog.
  • Freitag kommt ein Fotopost mit einem Blick ins Büro.
  • Am Sonntag wird ein alter Blogbeitrag noch einmal gepostet für alle Fans, die den Beitrag vor einigen Wochen / Monaten nicht gesehen hatten.

Du siehst, es ist also keine Raketenwissenschaft. Und wenn Du nur an einem oder an drei Tagen pro Woche posten möchtest, funktioniert diese Technik auch wunderbar.


3. Eigene Statements & Zitate

Klar ist es manchmal so, dass ein Zitat von Bertha von Suttner an manchen Tagen perfekt passt. Es ist auch nichts dagegen zu sagen, Zitate zu nutzen. Ein Zitat ist aber kein Allheilmittel gegen fehlende Kreativität in Facebook Posts.  

Nachdem es inzwischen einige Facebook-Seiten gibt, die sich 5x pro Tag darin ergehen ein Zitat des Dalai Lama loszulassen, müssen sich Deine Zitate-Posts absetzen. Daher schreiben zum Beispiel einige meiner nettesten Kunden immer wieder lustige Aussprüche aus dem Büro und dem Fotostudio auf einem eigenen Blatt mit. Damit kommen nette Statements zusammen, die man so noch nicht auf 11 weiteren Seiten gesehen hat.

Und dann kommt der wirklich spannende Teil:

Wenn Du solche eigene Zitate und Ausspüche hast, dann sollten sie gestaltet werden. Sie nämlich einfach in den Text zu schreiben, fällt oft   nicht auf.

Daher empfehle ich immer gerne online Bildbearbeitungsprogramme. Diese lassen sich meist mit wenigen Handgriffen erlernen. Dort kannst Du meist mit kreativen Vorlagen arbeiten und schon sieht das Zitat gleich besser aus.

Hier eine kleine Liste:

In eigener Sache:

Ich werde in den nächsten Tagen einen kleinen Einführungskurs zu Canva.com verschenken. Wenn Du Lust darauf hast, kannst Du Dich hier kostenfrei anmelden und schon mal mit meinem Audiokurs vorab starten.


4. Kunden sprechen lassen

Facebook soll ja ein positiver Ort sein. Daher darfst Du gerne auch Deine Freude über ein gutes Kundenfeedback oder eine Rezension kundtun. Die Bewertung aber einfach mit einem Anführungszeichen als Text oder als Link zu Hompepage oder Amazon einzustellen, ist ausbaufähig.

Vielleicht schreibst Du das Statement mit der Hand auf ein Blatt Papier und fotografierst Dich damit. So kann man auch Dein Lächeln sehen.

Oder Du drehst ein kleines Video und erzählst, vom persönlichen Feedback beim letzten Workshop / Coaching / Kundenbesuch.

Natürlich kannst Du auch wieder die Bildbearbeitungsprogramme von Punkt 3 verwenden, um der Kundenmeinung mehr Sichtbarkeit zu verschaffen.


5. Geheimes sehen.

Treue Fans sind schwer zu bekommen und noch schwieriger zu behalten. Sie sind für mich so wertvoll wie eine persönliche Empfehlung. Daher versuche ich meinen Fans von Zeit zu Zeit einen Einblick in meine aktuellen Arbeiten an neuen (Buch)projekten zu geben – Sie also an meinen kleinen Geheimnissen teilnehmen zu lassen.

So habe ich etwa vor gut drei Jahren das Cover des ersten Facebook für Frauen-Buches auch mithilfe meiner treuen Fans gefunden.

Auch die Entscheidung, keine dritte Auflage zu machen und stattdessen auf Checklisten umzusteigen hat die Community mit ihren Kommentaren auf ein Video von mir für gut befunden.

Vor einiger Zeit habe ich bei einem Kunden mit einem Online-Shop einen Fan-Code ausgeben dürfen. Quasi ein Rabattcoupon, bei dem es aber keinen Rabatt gab, sondern ein Fangeschenk oben drauf zur Bestellung. Das fand ich sogar noch besser als einen Rabatt, auf den dann ja viele Schnäppchenjäger aufspringen würden.

Es freut Fans, wenn sie einen tatsächlichen Wissensvorsprung durch die Facebook-Seite erhalten können. Mit solchen kleinen Geheimnissen geht das großartig.


Hast Du noch Tipps, wie Posts kreativer werden können? Inspirationen, die unbedingt alle sehen sollen? Schreib doch einfach den Link zu Deiner Seite in die Kommentare und erkläre kurz, was Du für kreativere Posts machst.

Ich bin schon sehr gespannt und freue mich natürlich, wenn Du diesen Beitrag mit Freunden teilst!

Herzlichst,
Sandra

Foto: By Anna Demianenko via unsplash.com

Ich bin Sandra Staub. Ex-Journalistin, Marketing-Ausbrecherin, Autorin von ‘Facebook für Frauen’ und ‘Emoji Boost‘. Unternehmerin & Macherin von UnternehmerInnen im Web. Als Agenturinhaberin versorge ich mit meinem Team Unternehmen mit Social Media-Leistungen, Blogposts & E-Mail Marketing.

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