Warum Reichweite auf Social Media nicht alles ist

Wenn Du bei Deinen Social Media Post und Werbungen immer nur auf die Reichweite schaust, wirst Du Dein blaues Wunder erleben. Das passiert besonders Account mit vielen Followern. Sandra hat uns erklärt, wofür Reichweite wirklich da ist und wie man sie am besten einsetzt. 

Wofür Du Reichweite brauchst

Generell brauchst du Reichweite, damit mehr Menschen dein Produkt und dich außerhalb des bestehenden Kontaktnetzwerkes sehen. In Social Media dreht sich alles um Reichweite! Influencer bauen ihr gesamtes Geschäftsmodell darauf auf, dass sie hohe Reichweiten haben, dabei können sie diese nicht garantieren.

Schon gewusst: Bei Facebook und Instagram sind Reichweiten-Angaben Schätzwerte. Kein Witz!

Häufig wird die Reichweite mit den Followern eines Accounts verwechselt, dabei haben sie nichts miteinander zu tun: Je mehr Follower dein Account hat, desto interessanter wird er für andere als Werbeplattform, weil angenommen wird, dass damit Reichweite erzeugt wird. Wer 20.000 und mehr Follower hat, gilt schon als Influencer – aber das heißt nunmal nicht, dass jeder Post und jede Story von 20.000 Menschen gesehen wird. Es gibt kein Recht auf Reichweite – wenn der Post mau ist, wird er schlechtere Reichweiten bekommen.

Unternehmen sind aber keine Influencer. Sie haben meist nicht das bloße Ziel, Reichweite zu erzeugen. Unternehmen wollen eher Produkte verkaufen und Termine generieren, als superfamous zu sein.

Wichtig: Reichweite muss echt sein. Gekaufte Reichweite bringt nur wenig, da die Inhalte dann zwar irgendwelchen Accounts angezeigt werden, aber den falschen Personen, von denen sich die meisten gar nicht für das Produkt oder Thema interessieren. 

Wer schummelt und en gros Follower dazu kauft, der läuft Gefahr, dass seine Gesamtreichweite von Social Media eingedämmt wird oder im schlimmsten Fall der Account sogar komplett gesperrt wird. Warum ist schnell beantwortet: Die Netzwerke merken, dass durch diese gekauften Follower kein erhöhtes Interesse am Account entsteht und mehrheitlich verstößt es gegen die Nutzungsbedingungen der Plattformen, sich so künstlich zum Influencer zu machen.

Gerade Accounts, die sich viele Follower gekauft haben, sind dann plötzlich sehr enttäuscht, dass sie trotz einer hohen Reichweite manchmal einfach nichts verkaufen. Auch Influencer sind davor nicht gefeit.

Was der Unterschied zu Impressionen ist

Sandra rät, sich nicht nur die Reichweiten-Zahl anzeigen zu lassen, sondern sich auch immer die Impressionen zu beachten: Wenn ein Beitrag einer Person eingeblendet wurde, dann zählt das als Impression. Diese Mess-Metrik ist noch aus der Zeit der Web-Banner und funktioniert noch immer. Es kann aber sein, dass einer Person eine Werbeanzeige 4x angezeigt wird. Das wären dann 4 Impressionen, aber nur 1 Person in der Reichweite. Nicht gut!

Tipp: Die Zahl der Impressionen sollte nicht um ein Vielfaches höher sein sollte als die Reichweite. Daher ist es immer wichtig, sich beide Zahlen anzusehen. 

Wo Du Reichweite in Deiner Werbung brauchst

Organische Reichweite in Social Media Posts ist nicht gänzlich unwichtig, sie ist aber auch nicht alles, so Sandra. Reichweite in der Werbung ist aus mehreren Gründen wichtig:

Ohne Reichweite, lässt sich nicht sagen, ob eine Werbeanzeige in der Zielgruppe wirklich ankommt. So achten wir etwa gerne darauf, dass jede Anzeige mindestens 1000 Personen Reichweite bekommt, bevor wir sie abschalten.

Häufig nutzen wir auch Reichweiten-Werbung, um Werbekonten aufzuwärmen. Wenn man ein komplett neues Konto bewirbt, auf dem bisher nichts passiert ist, dann wird sich Meta in den ersten Tagen, ja Wochen sehr schwertun und viel mehr Geld ausgeben, als Du vielleicht für den ersten Verkauf oder das erste Gespräch bräuchtest. Wenn sich das Ganze erstmal eingependelt hat, bekommt man für relativ wenig Geld eine gute Reichweite mit Ads. Auch auf LinkedIn konnten wir das schon beobachten.

Hast du noch Fragen zum Thema oder hast du vielleicht selbst Probleme mit deiner Sichtbarkeit? Dann kann Sandra dir dabei weiterhelfen!

Herzlichst,

Michelle 

Reichweite

Ich bin Michelle Wesselak. Social Media Expertin und virtuelle Assistentin. Wenn ich nicht arbeite, dann bin ich womöglich gerade auf Reisen oder bei Fotografieren, meinen zwei großen Leidenschaften.
Als Teil des Social-Media-Teams unterstütze ich Sandra bei ihren Blogposts.