Werberichtlinien: Vorsicht vor diesen Facebook Regeln

Vor den Facebook Werberichtlinien graut es in den letzten Monaten vielen Nutzern. Es kann ungemütlich werden, wenn man werben möchte, aber das Werbekonto für Facebook & Instagram gesperrt wird. Sandra ging Produkten und Techniken auf den Grund, die Facebook in seinen Werberichtlinien verbietet und die du unbedingt kennen solltest. Denn wenn du gegen die Facebook-Regeln verstößt, riskierst du damit, dass dein Werbekonto gesperrt wird, der Business Manager nutzlos wird oder sogar eine Sperrung deines persönlichen Facebook Kontos für jegliche Art von Werbung.

Werberichtlinien

Was hat die Kontoqualität bei Facebook mit den Werberichtlinien zu tun?

Die Kontoqualität gibt darüber Auskunft, wie Facebook dein Konto einordnet. Wenn du bisher nichts davon wusstest, dann kannst du hier in deine Kontoqualität einsehen. Manchmal schränkt Facebook zusätzlich Konto ein, um zu schützen, dass jemand Fremdes auf dein Konto zugreift

Wenn du schon einmal Probleme hattest, Werbeanzeigen zu schalten, dann liegt das wahrscheinlich daran, dass deine Produkte oder Texte dazu gegen die Werberichtlinien verstoßen. „Bei guter Führung“ belohnt dich Facebook dann auch mit einer Meldung, dass alles in Ordnung ist.

Welche Inhalte sind bei Facebook Ads verboten?

Facebook hat eigene Regeln und Werberichtlinien. Diese Richtlinien sind sehr ausführlich und spezifisch auf der Seite des sozialen Netzwerks beschrieben.

Verboten sind unter anderem:

  • Illegale Produkte oder Dienstleistungen
  • Diskriminierende Inhalte

Das bedeutet, dass du bei deiner Werbung keine spezifisch ethnischen Gruppen ansprechen darfst. Bei Diätprodukten dürfen etwa keine Vorher/Nachher Bilder gezeigt werden, weil sich Menschen dadurch schlecht fühlen könnten. 

Tipp: Vermeide das DU in Werbetexten. Klingt völlig lapidar, ist aber ein echter Vorteil.
Mehr dazu hier im Podcast „How To Social Werbung“.

  • Tabak, Drogen, unsichere Nahrungsergänzungsmittel 

Darunter fallen auch selbstgemachte Nahrungsergänzungsmittel oder manchmal auch Nahrungsergänzungsmittel von Multilevel-Unternehmen. Das Entscheidet Facebook von Fall zu Fall.

  • Produkte und Dienstleistungen für Erwachsene

Unter diesen Punkt fallen zum Beispiel Dienstleistungen wie Liebes-Toys und auch Rückbildungskurse nach der Geburt, die explizit auf das Thema „Lust zurückgewinnen“ setzen, die in dieser Art und Weise nicht beworben werden dürfen. Hier musst Du schlau umschreiben.

  • Verletzung Rechter Dritter 

Hier ist vor allem Vorsicht bei Memes geboten, weil man hier oft nicht weiß, wer die Rechte der Bilder hat.  Bei User Generated Content von begeisterten Nutzenden deines Produktes oder von Influencern kannst Du Einwilligungserklärungen per E-Mail einholen. Damit bist Du hier aus dem Schneider und kannst Facebook etwas Vorlegen, falls die Werbeanzeige gesperrt wird.

  • Reißerische Inhalte

Das krasseste Beispiel sind etwa Werbeanzeigen, die Waffen auf Betrachter richten. Ein absolutes NoGo.

  • Personenbezogene Merkmale

Sätze wie: „Bist du Brillenträger“ oder „Hast Du eine Behinderung?“ dürfen nicht in der Werbung vorkommen. Darunter fallen auch weitere personenbezogene Merkmale, die Du in den Richtlinien hier nachlesen solltest, wenn es für dein Produkt relevant ist.

  • Fehlinformationen oder kontroverse Inhalte

Böser Fehler: Kaputte, langsame oder Landingpage, die ein anderes Thema hat

  • Nicht funktionierende Landingpage 

Wenn die Landingpage, auf die in der Werbeanzeige hingewiesen wird, nicht funktioniert, dann kann es sein, dass Facebook darauf reagiert und die Werbeanzeige stoppt. Dasselbe gilt auch, wenn die Inhalte auf der Landingpage nicht mit den Inhalten der Werbung übereinstimmen. 

Tipp: Schreibe auf deine Landingpage folgenden kleinen Absatz in den Footer.

This site is not a part of the Facebook™ website or Facebook™Inc. Additionally, this site is NOT endorsed by Facebook™ in any way. FACEBOOK™ is a trademark of FACEBOOK™, Inc

Damit macht man klar: Hey, ich bin nicht Facebook. Ein Beispiel findest Du hier.

  • Grammatik und Beleidigung

Facebook schreibt vor, dass die Sätze in Werbeanzeigen grammatikalisch richtig sein müssen. Bei kleinen Rechtschreibfehlern brauchst du dir hingegen keine Gedanken machen.

  • Persönliche Gesundheit (man darf keine Heilversprechen machen)

Heilversprechen dürfen nicht Teil deiner Facebook-Werbung sein

  • Multilevelmarketing

Wenn du für das Geschäftsmodell von Multilevelmarketingfirmen auf Facebook wirbst, dann riskierst du damit, dass dein Werbekonto gesperrt wird. Und zwar dauerhaft.

  • Minderwertige oder störende Inhalte 

Probleme gibt es auch, wenn Facebook deine Inhalte als minderwertig einstuft. Hier kannst Du aber immer bei jeder Werbeanzeige direkt beeinspruchen.

Welche Inhalte werden laut Facebook Werberichtlinien eingeschränkt?

  • Bewerben von Alkohol

Alkohol darf in einigen Ländern gar nicht beworben werden und in anderen gelten für die Bewerbung ganz spezielle Richtlinien, mit denen du dich vorher genau auseinandersetzen solltest. Es kann eben auch sein, dass alkoholische Produkte im Shop nicht gezeigt werden dürfen.

  • Online Glücksspiele oder Apotheken 

Vorsicht ist auch bei der Bewerbung rezeptfreier Medikamente geboten. 

  • Branded Content 

Wenn du planst mit Influencern zusammenzuarbeiten, dann müssen deine Inhalte von Facebook extra freigegeben werden. Mehr dazu findest Du in der Ankündigung von Facebook hier und in der Anleitung von Facebook für Branded Content hier.

Diese Techniken werden von Facebook bestraft 

Facebook ist kein Fan von Dienstleistungen im Shop. Wenn du diese trotz allem anbietest, kann es auch hier passieren, dass dir Facebook dein Werbekonto sperrt oder schlicht verbietet, diese Dienstleistung dann mit einem Link in den Shop zu bewerben.

Eine weitere Methode, die immer wieder auf der Social Media Plattform zu sehen war, waren Gewinnspiele bei denen aufgefordert wurde die Seite oder den Beitrag zu teilen. Diese Methode ist verboten und wird von Facebook streng abgemahnt.

Was tun gegen die nervige Werbesperre?

Sollte es trotz allem einmal passieren, dass dein Werbeaccount eingeschränkt wird, dann erhältst Du eine Meldung direkt im Werbekonto. Folge den Anweisungen dort. Und wenn das unsinnig klingt, dann wirfst du am besten einen Blick in den Facebook Hilfebereich für Unternehmen. Wenn du bei den Fragen und Antworten keine Hilfe finden solltest, dann klicke auf Erste Schritte, wähle danach dein Werbekonto aus, danach das Problem und fülle schlussendlich das Supportformular aus. Nur so wird die Sperrung deines Accounts überprüft und kann gegebenenfalls wieder rückgängig gemacht werden. 

Hast du mehr Fragen zum Thema oder wurde dein Account von Facebook sogar gesperrt, dann schreib uns doch einfach. Abonniere den Blog für mehr Tipps zu Social Media Marketing.

Herzlichst,
Michelle

Ich bin Michelle Wesselak. Social Media Expertin und virtuelle Assistentin. Wenn ich nicht arbeite, dann bin ich womöglich gerade auf Reisen oder bei Fotografieren, meinen zwei großen Leidenschaften.
Als Teil des Social-Media-Teams unterstütze ich Sandra bei ihren Blogposts.